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Gerhards Marionettentheater e.V.
Gerhards Marionettentheater e.V. Schwäbisch Hall | Inszenierung | Spiel ohne Worte I und II von Samuel Beckett  |
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Absurdes Theater - Spiel ohne Worte I und II
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"Spiel ohne Worte I und II"

von Samuel Becket

Spiel ohne Worte Teil I

wird mit einer Marionette und an Fäden geführten Requisiten gespielt.

Ein "Typ" wird in einen von einem Leuchtrahmen begrenzten Bühnenraum, eine Wüste, geworfen.
Sein Ziel ist es, eine Wasserkaraffe zu erreichen. Hierzu werden ihm von oben verschiedene Würfel angeboten.
Nach mehreren Fehlschlägen lernt er, die Würfel richtig zu gebrauchen. Als er vermeintlich die Karaffe erreichen kann, wir ihm diese von oben entzogen. Als ihm ein weiterer Würfel angeboten wird, ignoriert er diesen und setzt sich unter eine Palme.

Er bekommt weitere Möglichkeiten angeboten, die Karaffe zu erreichen, die er ausprobiert.
Hierbei scheitert er jedoch.
Die Möglichkeit, sein Dasein zu beenden, wird ihm von oben entzogen. Als ihm zum Greifen nahe die Wasserkaraffe angeboten wird, ignoriert er dies.
Er setzt sich und betrachtet seine Fingernägel.
Schließlich wird er nach oben aus seinem Bühnenraum gehoben.

Es wird dunkel - Ende

P a u s e

Spiel ohne Worte Teil II

wird in einer dem Bunraku-Spiel ähnlichen Technik mit zwei Figuren gespielt.

Es sind zwei Typen.
Typ A ist langsam, geistesabwesend.
Typ B ist lebhaft, flink, exakt.
Jeder lebt in einem Sack.

Absurdes Theater - Spiel ohne Worte I und II

Ein roter Stachel sticht in den Sack, in dem Typ A lebt und weckt ihn.
Dieser kriecht aus seinem Sack und reckt und streckt sich verschlafen.
Er verrichtet sein morgendliches Gebet und zieht sich gemütlich und verträumt an.

Seine Aufgabe ist es, den Sack neben ihm ein Stück weiter zu tragen.
Nach vollbrachter Arbeit zieht er sich gemütlich und verträumt aus, steckt seine Kleider in den Sack, verrichtet sein Abendgebet und kriecht in den Sack.

Nun kommt wieder der rote Stachel, sticht in den Sack und weckt den anderen Typen.
Dieser springt sogleich aus dem Sack, stellt einen Wecker auf, macht seine
Morgengymnastik und seine morgendliche Toilette, immer die Zeit im Auge behaltend.
Er zieht sich an, kontrolliert auf einem Plan, was er zu erledigen hat. Er muss ebenfalls den Sack neben sich ein Stück weiter tragen. Er stellt fest, dass er gut in der Zeitplanung liegt und ihm etwas Zeit übrig bleibt, welche er zum Reinigen seiner Fingernägel nutzt.
Jetzt drängt die Zeit, er packt seinen Sack und trägt den anderen Sack ein Stück weiter.
Das Tagwerk ist vollbracht. Er zieht sich aus, macht seine abendliche Gymnastik und Abendtoilette, legt seine Kleidung penibel zusammen und legt sie in den Sack.
Nachdem der Wecker kontrolliert ist, steigt er selbst in den Sack.

Wieder kommt der rote Stachel und weckt Typ A.
Dieser kriecht wieder verschlafen aus seinem Sack und reckt und streckt sich.
Dann verrichtet er wieder sein morgendliches Gebet.

Es wird dunkel - ENDE




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